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Microsoft Live Labs Pivot als eine neue Art Daten zu sortieren

Über einen Tweet bei Twitter – übrigens, sie finden mich dort unter den Accounts „maninweb“, „Excel-Ticker“ und „Excel-Soccer-2010“ – wurde ich auf das sehr
interessante Forschungsprojekt von Microsoft Live Labs aufmerksam: Pivot, eine neue und sehr interessante Art, interaktiv viele Daten auszuwerten, zu sortieren oder einfach nur spielerisch anzuschauen.

Auf der Website zu dem Projekt (www.getpivot.com) lässt sich zwar das Tool downloaden, man benötigt jedoch eine Einladung, um den Aktivierungscode zu erhalten. Die Einladungen sind begrenz, weshalb ich zunächst gar nicht damit gerechnet hatte, so schnell einen Code zu erhalten (ca. 1 Woche Wartezeit). Absolut empfehlenswert ist das Video auf der Startseite der Website, wo man relativ schnell einen Überblick über die Fähigkeiten des Tools erhält. Folgend ein Screen der Anwendung nach der Installation:

GetPivot von Microsoft Live Labs

Die Installation von Microsoft Live Labs Pivot ist nicht ganz so einfach, denn es werden mindestens Windows Vista mit aktiviertem Aero und ein 2 GHz Prozessor voraussgesetzt. Ausserdem muss Windows in Englisch installiert sein und das Datums- und Zeitformat ebenfalls auf Englisch eingestellt sein. Des Weiteren wird eine Grafikkarte mit mindestens 256 MB Video RAM, der Internet Explorer 8 sowie das .NET Framework SP1 benötigt. Diese Voraussetzungen sollte man ernst nehmen, alle meine Versuche, es auf einem System mit minimalen Abweichungen zu diesen Voraussetzungen zu installieren scheiterten.

Um nun das Programm zum Laufen zu bekommen, musste also zunächst ein Windows 7 in Englisch her. Nun wollte ich nicht extra ein reales System dafür aufsetzen, stellte sich das Problem, wie bekomme ich Windows 7 inklusive Aero in einer virtuellen Maschine zum Laufen? Als Software für virtuelle Maschinen steht mir auf meinem Rechner VMWare zur Verfügung, allerdings in einer älteren Version. Jedoch soll die neueste kostenpflichtige Version von VMWare Aero unterstützen, es stellte sich die Frage, ob das mit dem kostenlosen VMWare Player auch funktioniert. Um es kurz zu machen, ja es funktioniert. Wie das geht, werde ich einem separaten Artikel erläutern.

Nachdem Windows 7 Ultimate in Deutsch in der VM installiert und eingerichtet wurde, habe ich mir das englische Sprachpaket über „Windows 7 Update“ heruntergeladen und installiert. Dafür braucht man nur „Startmenü – Alle Programme – Windows Update“ wählen und in dann erscheinenden Fenster die optionalen Updates auswählen. Den folgenden Screenshot habe ich leider nach der Installation der Sprachpakete aufgenommen, weshalb „English“ nicht mehr in der Liste erscheint.

GetPivot von Microsoft Live Labs

Nach einem Neustart steht mir nun Englisch zur Verfügung, es muss nur auf diese Sprache umgeschaltet werden. Dafür einmal die Systemsteuerung aufrufen und bei „Zeit, Sprache und Region“ den Punkt „Anzeigesprache ändern“ wählen.

GetPivot von Microsoft Live Labs

Anschließend braucht nur noch unter „Tastaturen und Sprachen“ die Einstellung an entsprechend im Screenshot markierter Stelle vorgenommen werden.

GetPivot von Microsoft Live Labs

Man muss sich danach einmal vom System abmelden und wieder neue anmelden, wie hier folgend zu sehen.

GetPivot von Microsoft Live Labs

Abschließend muss das Datums- und Zeitformat angepasst werden, das geht durch das Aufrufen der Systgemsteuerung, nun „Control Panel“, und Auswahl von „Clock, Language and Region“, „Change the date, time or number format“ und Umstellen der Einstellung von „Deutsch“ nach „English“.

GetPivot von Microsoft Live Labs

Nun kann mit der Installation von Microsoft Live Labs Pivot begonnen werden. Zunächst starten wir die heruntergeladene MSI-Setup-Datei aus dem Downloadordner. Wir akzeptieren die Lizenzbestimmungen und klicken auf „Next“.

GetPivot von Microsoft Live Labs

Nun muss der Code eingegeben werden, den Sie per E-Mail erhalten haben und anschließend auf „Install“, um loszulegen, was ein bißchen dauert.

GetPivot von Microsoft Live Labs

GetPivot von Microsoft Live Labs

Ein paar Minuten später ist das Setup Programm fertig und Sie finden im Startmenü den neuen Eintrag „Microsoft Live Labs Pivot“. Jetzt bin ich gespannt, wie sich das Programm präsentiert. Beim ersten Start werden die Favoriten vom Internet Explorer importiert und wir landen erstmal bei einer Übersicht. Hier kann es sein, dass sich diese von Rechner zu Rechner unterscheidet.

GetPivot von Microsoft Live Labs

Schauen wir mal, was sich hinter „Pivot Collection“ bzw. „Pivot Collection Gallery“ verbirgt. Jedenfalls werden Internetseiten abgerufen, wenn man genauer hinschaut, sieht man, dass die Endungen der Seiten nicht „html“ sind, sondern „cxml“. Das lässt spontan den Schluß zu, dass es sich um XML-Seiten handelt. Und in der Tat, wenn man auf der Website bei „Developer Info“ nachschaut, finden sich ausführliche Erläuterungen zum Aufbau und zur verwendeten Technologie dieser Dateien. Ich entscheide mich, mir den den Katalog („Collection“) zu „National Parks“ genauer anzuschauen.

GetPivot von Microsoft Live Labs

Ein Klick und ich werde zunächst auf eine Seite mit kleineren Animationen weitergeleitet, die sich nach ihrem Aufbau wie folgt präsentiert.

GetPivot von Microsoft Live Labs

Im oberen Bereich kann die Ansicht gezoomt werden, links die Daten gefiltert und sortiert werden. Die kleinen Hinweisfenster können auch dauerhaft verstckt werden, für den Anfang sind diese aber ganz nützlich. Die Bilder sind in Kategorien abgelegt, die unten angezeigt werden.

Wenn man am Mausrad dreht oder den Schieberegler verwendet, wird die Ansicht in Echtzeit vergößert oder verkleinert, d.h. die Bilder bleiben mit minimaler Verzögerung scharf. Verschiebt man die Ansicht sieht man ein „Beschleunigungseffekt“; schwierig zu erklären, jedenfalls cool. Ein Doppelklick auf eine „Spalte“ führt zu einer neuen Ansicht, auch über Animationen.

GetPivot von Microsoft Live Labs

Weitere Informationen zu einzelnen Einträgen können abgerufen werden, indem die Ansicht vergrößert wird oder mit der Maus auf das Bild geklickt wird. Das sieht wie folgt aus:

GetPivot von Microsoft Live Labs

Möchte man die Daten filtern, werden je nachdem ob man im linken Fenster Elemente an- oder abhakt, die Bilder quasi „neu sortiert“ und natürlich entsprechend gefiltert. Folgend eine Beispielansicht:

GetPivot von Microsoft Live Labs

Und wie gesagt, alles schön in Echtzeit animiert. Über den Punkt „History“ kann ich mir die zuletzt im IE angeschauten Seiten anschauen, wie beispielswiese meinen Test zu unseren neuen Website „Excel WM Planer“. In der Historie sind ebenfalls die mit dieser Anwendung abgerufenen Seiten einzusehen.

GetPivot von Microsoft Live Labs

Abschließend ein paar Worte zur Technik. Wie bereits erwähnt, basieren die Daten auf XML, organisiert werden die Daten in „Collections“, was ich als „Kataloge“ übersetzen würde. Bilder werden im „Deep Zoom“ Format abgelegt, sicherlich einigen aus Silverlight bereits bekannt. Ich werde mich in jedem Fall genauer mit den Info für Entwickler auf der Website befassen, ein paar Ideen für Anwendungen habe ich jedenfalls schon.

Diesen Artikel habe ich ebenfalls auf folgenden Webseiten publiziert:

Mourad Louha

Über den Autor · Mourad Louha

Mourad arbeitet seit 2005 als selbständiger Softwareentwickler und Trainer und lebt in Aachen, gelegen am Dreiländereck Belgien, Deutschland und Niederlande. In seiner Freizeit engagiert er sich in Online Communities rund um Office, schreibt beim Excel Ticker Artikel zu Office & Co. und betreibt weitere Community Projekte in Zusammenarbeit mit Freunden und Partnern, wie das Forum zu Microsoft Office 365 und Office 2013, den Excel Soccer oder den Excel Formel Übersetzer. Für sein außergewöhnliches Engagement wurde er seit Januar 2011 jährlich von Microsoft als Microsoft Most Valuable Professional (MVP) ausgezeichnet.

 
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