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PowerPivot bei den Microsoft Virtual Labs kostenlos testen

Im Beitrag „Eine Einführung in das Gemini Add-In für Excel 2010“ hatte ich ja schon über das nun in „PowerPivot“ umbenannte Projekt berichtet. Heute habe ich erneut die Website www.powerpivot.com besucht, um zu schauen, ob es zum Beispiel eine neue Version des Excel Add-Ins gibt. Dabei bin ich auf den Link „Try hands on lab“ gestossen. Ein absolut interessanter Link, denn er führt zu den Microsoft Virtual Labs wo PowerPivot ausprobiert und getestet werden kann, ohne beispielsweise Office 2010 oder den SQL Server auf dem eigenen Rechner installieren zu müssen. Rein theoretisch würde sich der Link auch eignen, um in Office 2010 reinzuschnuppern.

PowerPivot bei Microsoft Virtual Labs

Einziger kleiner Nachteil ist, dass die Seite, soweit ich das sehen konnte, nur in Englisch verfügbar ist. Um das „Virtual Lab“ zu starten bzw. verwenden zu können, müssen jedoch folgende Systemvoraussetzungen erfüllt sein:

  • Windows XP, Windows 2000, Windows Server 2003, Windows Server 2008, Windows Vista oder Windows 7
  • Internet Explorer ab Version 6
  • Cookies müssen erlaubt sein
  • Das „Microsoft Remote Desktop / Terminal Services“ ActiveX Steuerelement muss aktiviert bzw. installiert werden
  • Verbindungen zum Port 443 sollten von der Firewall erlaubt werden
  • Eine Mindestauflösung von 1024 x 768 wird empfohlen

In meinem Fall war zum Beispiel das ActiveX Steuerelement nicht installiert, beim Aufruf der Seite hatte ich somit zunächst eine Aufforderung zur Installation des ActiveX Steuerelementes erhalten.

PowerPivot bei Microsoft Virtual Labs

Nachdem ich dies nun zugelassen habe, erscheint folgender Screen:

PowerPivot bei Microsoft Virtual Labs

Nach einem Klick auf „Continue“, wird das Lab vorbereitet, was bei mir nur ein paar Minuten gedauert hat.

PowerPivot bei Microsoft Virtual Labs

Nun wird noch gefragt, ob eine Remotedesktopverbindung aufgebaut werden darf.

PowerPivot bei Microsoft Virtual Labs

Damit ich fortfahren kann, muss ich dies natürlich erlauben und werden nach dem Anklicken auf „Verbinden“ von der virtuellen Maschine begrüßt, wie in folgender Abbildung zu sehen.

PowerPivot bei Microsoft Virtual Labs

Anzumerken ist, dass die Sitzung zeitlich auf 1:30 Stunden begrenzt ist. Ich denke, zum Testen sollte das ausreichend sein. Wenn wir das Begrüßungsfenster wieder schließen gelangen wir zu einer Ansicht, wo in der oberen linken Ecke das Symbol „Remote Desktop Connection Manager“ finden. Ein Doppelklick auf dieses führt zu folgender Ansicht.

PowerPivot bei Microsoft Virtual Labs

Es steht ein Rechner zur Verfügung, zu welchem ich mit einem Doppelklick auf den Rechnernamen eine Verbindung aufbauen kann. Offensichtlich handelt es sich hier um einen Windows Server in der 64 Bit Version. Zunächst habe ich mir angeschaut, welche Programme auf dieser Maschine installiert sind.

PowerPivot bei Microsoft Virtual Labs

Neben Office Professional Plus 2010 Beta findet man auch den Microsoft SQL Server 2008 R2 und natürlich PowerPivot.

Auf der rechten Seite des Hauptfensters befindet sich ein ausführliches Tutorial in Englisch zu PowerPivot inklusive Screeshots. Das Tutorial erläutert in drei Lektionen, wie SQL Server Daten und Daten einer Website in PowerPivot importiert und wie ein Bericht erstellt wereden kann. Folgende Zeilen von mir lehnen sich sehr stark an das Tutorial an, wobei ich nur einen Teil der Inhalte beschreiben bzw. wiedergeben werde. Nach einem Klick auf „Next“ im Fenster auf der rechten Seite, lande ich auf einer Seite mit einer Beschreibung zum Importieren von Daten aus einem SQL Server. Als erstes starten ich Excel.

PowerPivot bei Microsoft Virtual Labs

Interessant ist, dass Excel 2010 noch nicht aktiviert wurde, das Fenster mit der Aufforderung zur Aktivierung schließe ich mal. Anschließend öffne ich „PowerPivot“ und führe, wie im Tutorial beschrieben, einen Klick auf den Tab „PowerPivot“ im Ribbon und einen Klick auf „PowerPivot Window“ aus.

PowerPivot bei Microsoft Virtual Labs

Nun ist im Menüeintrag „From Database“ im PowerPivot Fenster der Eintrag „From SQL Server“ auszuwählen und man gelangt anschließend zu folgenden Dialog.

PowerPivot bei Microsoft Virtual Labs

Die Verbindungsdaten zum Server sind im Tutorial zu finden und in die entsprechenden Felder einzutragen. Ausserdem ist die Datenbank anzugeben, die abgefragt werden soll. Nach einem Klick auf „Next“ werde ich gefragt, ob ich eine eigene Abfrage anlegen möchte oder lieber Tabelle auswählen möchte. Ich belasse die Voreinstellung zur Tabellenauswahl. Die Anleitung empfiehlt, die Tabelle „FactSales“ auszuwählen und einen Klick auf „Select Related Tables“ durchzuführen.

PowerPivot bei Microsoft Virtual Labs

Das Tutorial zeigt auch auf, wie ein Filter gesetzt werden kann. Dazu ist auf die Schaltfläche „Preview & Filter“ zu klicken, wodurch man zu einem neues Fenster gelangt, wo die Filter komfortablel gesetzt werden können.

PowerPivot bei Microsoft Virtual Labs

Abschließend klicke ich auf „Finish“, um den Importvorgang zu starten. In dem Beispiel aus dem Tutorial werden ca. 4 Millionen Datensätze importiert.

PowerPivot bei Microsoft Virtual Labs

Im Tutorial ist eine Anleitung zu finden, wie eine neue Spalte mit der einfachen Berechnungsformel [SalesAmount] – [TotalCost] erstellt werden kann. Damit wäre die erste Lektion abgeschlossen und es wird empfohlen, die Datei auf dem Desktop zu speichern.

In der nächsten Lektion wird beschrieben, wie eine Pivot Tabelle aus den importierten Daten erstellt werden kann. Folgend eine Abbildung eines Ergebnisses.

PowerPivot bei Microsoft Virtual Labs

Die letzte Lektion zeigt, wie man Daten von einer Internetseite importieren kann. Die virtuelle Maschine hält hierzu eine Website bereit, die im Internet Explorer wie folgt aussieht.

PowerPivot bei Microsoft Virtual Labs

Das Einfügen in Power Pivot geschieht ganz einfach über die Zwischenablage. Daten im IE markieren und in die Zwischenablage kopieren, im Power Pivot Fenster „To New Table“ wählen, fertig.

PowerPivot bei Microsoft Virtual Labs

Das Tutorial kann übrigens auch als PDF Dokument heruntergeladen werden. Alles in allem, das „Lab“ ermöglicht auf sehr einfache Weise, PowerPivot auszuprobieren ohne zuvor aufwendige Installationen durchzuführen. Die Verbindung zur virtuellen Maschine war stabil und lief ohne Probleme, ab und zu ein bißchen langsam, aber das hängt sicherlich auch von meiner Internetverbindung ab. DSL sollte es meines Erachtens aber schon sein. Abschließend noch ein paar Links.

Diesen Artikel habe ich ebenfalls auf folgenden Webseiten publiziert:

Mourad Louha

Über den Autor · Mourad Louha

Mourad arbeitet seit 2005 als selbständiger Softwareentwickler und Trainer und lebt in Aachen, gelegen am Dreiländereck Belgien, Deutschland und Niederlande. In seiner Freizeit engagiert er sich in Online Communities rund um Office, schreibt beim Excel Ticker Artikel zu Office & Co. und betreibt weitere Community Projekte in Zusammenarbeit mit Freunden und Partnern, wie das Forum zu Microsoft Office 365 und Office 2013, den Excel Soccer oder den Excel Formel Übersetzer. Für sein außergewöhnliches Engagement wurde er seit Januar 2011 jährlich von Microsoft als Microsoft Most Valuable Professional (MVP) ausgezeichnet.

 
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