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Die neuen Optionen in Excel 2010

In Excel 2010 sind einige neue Einstellmöglichkeiten hinzugekommen, die wir hier kurz vorstellen möchten. Bitte beachten Sie, dass es natürlich um eine Technical Preview handelt und somit durchaus noch Änderungen bis zum finalen Produkt erfolgen können. Wenn wir das Fenster zu den Optionen über die Office-Schaltfläche aufrufen, erhalten wir folgende Abbildung, wobei zunächst der Punkt „General“ aktiv ist. Dieser entspricht dem Punkt „Häufig verwendet“ in Excel 2010.

Excel 2010 Optionen

Die Einstellungen sind im Wesentlichen gleich geblieben, entfallen ist der Punkt zum Anzeigen der Entwicklerregisterkarte in der Multifunktionsleiste, was aber wiederum logisch ist, denn jetzt gibt es ja einen eigenen Punkt für die Ribbons. Dazu aber später mehr.

In den Einstellungen zu den Formeln – zweiter Punkt „Formulas“ – wurde ebenfalls keine Veränderungen zu Excel 2007 vorgenommen. Hinzugekommen sind jedoch Optionen zu „Allow user-defined XLL functions to run on a compute cluster“, die hier auf meinem Rechner inaktiv ist. Im Hilfe-Hinweis steht dazu auszugsweise „If you have a High Performance Computer (HPC) cluster available for your use, you may use it to remotely run any cluster-safe user defined XLL-functions for increased performance.“ Wow, wenn ich das richtig sehe, hieße das also, das ich Berechnungen usw. auslagern könnte. Schade, ich habe ich weder einen Cluster noch entsprechende XLL Funktionen zur Verfügung. Unter dem Punkt „Proofing“ finden sich die Einstellungen zur Dokumentprüfung wieder. Auch diese wurden im Wesentlichen nicht verändert.

Der Punkt mit den Einstellungen zum Speichern von Dokumenten enthält ein zwei neue Einstellmöglichkeiten. Erstere behält die zuletzt per Auto-Wiederherstellen gespeicherte Datei bei, wenn das Dokument geschlossen wird, ohne zu sichern. Die zweite Option ermöglicht Datums- und Zeitwerte im ISO 8601 Format zu speichern, wobei dann ein Genauigkeitsverlust auftreten kann.

Excel 2010 Optionen

Komplett neu hinzugekommen ist der Punkt „Languages“, wie hier folgend abgebildet. Dessen Optionen entsprechen denen bei einer normalen Installation von MS Office installierten Tool zu den Spracheinstellungen. Wenn Sie in diesem Dialog Einstellungen verändern, z.B. eine neue Sprache über die Schaltfläche „Add“ hinzufügen, wird die neue Sprache erst nach einem Neustart von MS Office installiert. Probehalber habe ich mal „Arabic (Tunesia)“ hinzugefügt.

Excel 2010 Optionen

Eine Tastatureingabe für die frisch installiert Sprache ist dann bei einem erneuten Aufruf jedoch noch nicht aktiv, dafür muss einmal auf „Not Enabled“ geklickt werden; etwas unlogisch „Enable keyboard“ oder ähnliches wäre vielleicht sinnvoller. Sie gelangen – in unserem Fall auf unseren Testsystem Windows Server 2008 – nach dem Klick direkt zum Systemdialog zur Auswahl der Tastaturen, von wo aus Sie die Sprache erneut hinzufügen müssen.

Excel 2010 Optionen

In dieser Version von Excel 2010 wird in Anschluß daran der Dialog nicht aktualisiert, die Optionen sind erst dann aktuell, wenn sie erneut aufgerufen werden. Übrigens, sie könnten nun auch in Arabisch in Excel schreiben; passende Tastatur vorausgesetzt.

Excel 2010 Optionen

Weitere Optionen in den Spracheinstellungen betreffen die Sprache von MS Office selbst, der Hilfe und der Info-Fenster. Lassen Sie uns nun einen Blick auf die erweiterten Einstellungen werfen; Punkt „Advanced“ im Dialog. Einige neue Einstellmöglichkeiten, wie beispielsweise zur Bildkompression von Bildern in Excel Tabellen, Verwendung der Hardwarebeschleunigung von Grafikkarten oder Abschalten der Rückgängig-Funktion für Pivot-Tabellen mit großen Datenmengen, wurden hinzugefügt

Jetzt wird’s richtig interessant. Sie sind wieder da, die benutzerdefinierten Symbolleisten, allerdings in veränderter Form. Schauen wir uns den Punkt „Customize“ genauer an.

Excel 2010 Optionen

Wie rechts in der Abbildung zu sehen, befindet sich ein Element „Maninweb“ unter den weiteren Elementen der Multifunktionsleiste. Dieses Element hatte ich über Schaltfläche „New Tab“ hinzugefügt. Eine neue Gruppe kann über „New Group“ angelegt werden. Mit den Pfeilen an der Seite können Sie einzelne Einträge nach oben oder nach unten verschieben. Das funktioniert mit allen Tabs und Gruppen sowie selbst angelegten Einträgen, jedoch nicht bei den vordefinierten Schaltflächen. Wie auch in der Abbildung zu sehen, habe ich meinem Tab das Standardsymbol zu Speichern hinzugefügt und ein eigenes Makro. Sie können zum Anfügen an Ihren Tab die entsprechenden Schaltflächen verwenden oder diese direkt mit der Maus herüberziehen.

Mit der Schaltfläche „Restore Defaults“ stellen Sie den Originalzustand wieder her, der Button „Import/Export“ ermöglicht Ihnen Ihre Anpassungen zu exportieren bzw. zu importieren. Schauen wir uns mal das Ergebnis unserer Anpassungen der Multifunktionsleiste an:

Excel 2010 Optionen

Ein Klick auf „Test“ führt mein Makro aus und zeigt mir die programmierte Message Box an. Übrigens, wofür der Befehle Yoku gut sein soll, habe ich noch nicht herausgefunden.

Die Einstellungen zur „Quick Access Toolbar“, in Excel 2007 unter „Anpassen“ zu finden sind weitestgehend gleich geblieben. Hier findet man aber die Schaltfläche zum Import und Export. Auch die Einstellungen zu den Addins sind gleich geblieben.

Zum letzen Eintrag „Trust Center“, in Excel 2007 „Vertrauensstellungscenter“ werden wir demnächst einen eigenen Artikel schreiben. Denn in Excel 2010 gibt es ein verbessertes Lademodell für Dateien. Der Punkt „Ressourcen“ aus Excel 2007 taucht momentan in Excel 2010 nicht mehr auf.

Mourad Louha

Über den Autor · Mourad Louha

Mourad arbeitet seit 2005 als selbständiger Softwareentwickler und Trainer und lebt in Aachen, gelegen am Dreiländereck Belgien, Deutschland und Niederlande. In seiner Freizeit engagiert er sich in Online Communities rund um Office, schreibt beim Excel Ticker Artikel zu Office & Co. und betreibt weitere Community Projekte in Zusammenarbeit mit Freunden und Partnern, wie das Forum zu Microsoft Office 365 und Office 2013, den Excel Soccer oder den Excel Formel Übersetzer. Für sein außergewöhnliches Engagement wurde er seit Januar 2011 jährlich von Microsoft als Microsoft Most Valuable Professional (MVP) ausgezeichnet.

 
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